Mit ihrer Sektorstrategie hat sich die Milchbranche vor fünf Jahren ehrgeizige Ziele gesetzt, die bis 2030 erreicht werden sollen. Die Zwischenbilanz beim Berliner Milchforum fiel positiv aus. Dennoch bleiben viele Baustellen.
Nach fünf Jahren Sektorstrategie ist die Halbzeit erreicht. 2020 hatten sich die verschiedenen Akteure der Milchbranche zusammengetan und die gemeinsame Sektorstrategie 2030 ins Leben gerufen. Anlässlich des jüngsten Berliner Milchforums zogen die Beteiligten eine Zwischenbilanz, bevor sie den Blick für die nächsten fünf Jahre der Sektorstrategie wieder nach vorne richteten. Beim Startschuss 2020 wurden die Themen Branchenkommunikation, Lieferbeziehungen und Standardsetzung als »Leuchttürme« hervorgehoben. Wie fällt das bisherige Resümee aus?
Das Thema Nachhaltigkeit bleibt aktuell
Nachhaltigkeit wird weiterhin eine wesentliche Rolle für Molkereien und Milchviehhalter spielen. Das QM-Nachhaltigkeitsmodul soll deshalb als Branchenlösung mit einer möglichst hohen Abdeckung bei Erzeugern und Verarbeitern fortgesetzt werden. Dieses Ziel wird in der Zwischenbilanz der Sektorstrategie ausdrücklich genannt. An dem vom Thünen-Institut betreuten Projekt sind mittlerweile 30 Molkereien und über 14 000 Milcherzeuger beteiligt. Zwischen 2023 und 2024 durchlief das Programm einen Innovationsprozess. Geplant ist langfristig eine branchenweit einheitliche Klimabilanzierung auf Milcherzeugerebene.